Das Leinen ist los!

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Ich gebe es zu: Ich habe ein eher gespaltenes Verhältnis zu Leinen. Ja, es ist ein tolles Naturmaterial, und ja, es hat wunderbar kühlende Eigenschaften. Mit seiner leicht unregelmäßigen Struktur sieht es auch toll aus, keine Frage. Aber ich mag es einfach nicht auf meiner Haut. Ich finde es immer etwas hart und zudem leicht kratzig. Also nichts, was den Kuschelfaktor von z. B. Baumwolle beinhalten würde.

 

Trotzdem starte ich immer mal wieder einen Versuch. So auch bei meiner letzten Garnbestellung: Zu Testzwecken ließ ich mir gleich noch 5 Knäuel "Bomull-Lin" von Drops mit einpacken. Vielleicht wäre das Leinen in Verbindung mit Baumwolle ja etwas erträglicher für mich. Ein Trugschluss, wie sich herausstellt. Mit seinen 85 Metern Lauflänge auf 50 Gramm ist das Garn sehr robust, fast schon ein wenig grob. Für meine kratzempfindliche Haut jedenfalls denkbar ungeeignet. Außerdem hatte ich große Sorge, dass ein Kleidungsstück aus diesem Material die erste Wäsche nicht ohne Ausleiern überstehen könnte.

 

Brainstorming: Alternativen finden

Kissenbezug Barley
Der Kissenbezug "Barley"

Dennoch: Einfach so herumliegen sollte das Garn dann nun doch nicht. Also mussten Alternativen überlegt werden. Und als ich eines der Bomull-Lin-Knäuel abends so durch meine Hände gleiten ließ, kam mir die Idee: Ein Kissenbezug wäre genau das richtige Projekt für dieses Garn!

 

Gesagt, getan! Nach der Maschenprobe und diversen ent- und wieder verworfenen Musterideen ging die 50x50 cm-Kissenhülle in Produktion. Mit den bestellten 5 Knäueln kam ich zwar nicht aus, aber das war nur ein Grund mehr für mich, noch eine weitere Garnbestellung aufzugeben und noch zwei Knäuel nachzuordern. Und schon während des Strickens wurde mein etwas andere Liebe zu Leinen dann plötzlich doch noch geweckt. Das Garn gleitet beim Stricken angenehm durch die Finger und fühlt sich immer angenehm kühl an. Und last but not least: Verstrickt sieht es einfach richtig gut aus!

Die Sonderaktion im Oktober

Ich werde Leinen also auch zukünftig öfter verarbeiten. Allerdings nur für den Bereich "Wohn-Accessoires". Was aber durchaus eine Fülle von Möglichkeiten bietet. Mein erster Leinenbezug bekam den Namen "Barley". Was aus dem Englischen kommt und "Gerste" heißt. Eigentlich stand mir mehr der Sinn nach "Weizen" - aber das heißt auf Englisch "Wheat" und sagte mir als Name einfach nicht zu :-)

 

Fertig gestrickt gibt es Barley schon in meinem Shop zu kaufen. Aber das ist noch nicht alles. Die Strickanleitung zu diesem Kissenbezug ist gerade in Arbeit. Und vielleicht gibt es noch viele andere, die Leinen gern mal als Material für Wohn-Accessoires für sich entdecken möchten. Darum wird es die Anleitung zu diesem Kissen im gesamten Oktober als kostenlosen Download hier auf der fashionworks-Seite geben. Es lohnt sich also, wieder vorbeizuschauen!

 

Bis bald!

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